Liebe Fischerinnen und Fischer,

auf dieser Seite darf ich euch die Maßnahmen der letzten Jahre, die den Millstätter See betreffen, im Detail zur Kenntnis bringen.
Besatz und Bewirtschaftung erfolgten durch die Fischzuchtbetriebe Ingrid Fercher-Brugger, Dellach am Millstätter See, und Günter Palle (Bewirtschafter Soravia), Dellach am Millstätter See, die fischökologischen Untersuchungen durch den Fischereirevierverband Spittal/Drau.




2012:
Renke: 40,6 Liter Millstätter See und Zukauf von 26 Liter Wörthersee. Ausfallrate nach der Erbrütung ca.10%. Es stehen uns rund 60 Liter oder ca. 4 Millionen Stück Renkenlarven für den Besatz zur Verfügung.
Saibling: 0,2 Liter Millstätter See und 8 Liter Hintersee. Besatz von ca. 60 000 Stück. 1. Teil mit dem Renkenbesatz, 2. Teil vorgestreckt im November.




2013:
Renke: 98 Liter Fischzucht Brugger und 25 Liter Fischzucht Soravia = Gesamtmenge von 123 Liter minus ca. 20% Ausfall = 98,4 Liter x 68.000 Eier pro Liter = Summe von ca. 6,7 Millionen Renkenlarven




Altersklassenverteilung und Laichreife der Renken des Millstätter Sees - Bericht von Martin Müller und Stefan Traar
Multimaschennetz-Befischung Teil 1
Multimaschennetz-Befischung Teil 2
Fischzucht Brugger. Zugergläser - Renkeneier im Augenpunkt. Stand 02.02.2012
Genetische Untersuchung des Laichfischfangs
Zooplanktonuntersuchung zur Bestimmung des optimalen Renkenlarvenbesatztermines am Millstätter See (März/April 2011)
Video vom Renkenlarvenbesatz 2012
Video vom Saiblingsbesatz, Oktober 2012
Ergebnisse der Multimaschennetzbefischung von Martin Müller: Längenhäufigkeitsverteilung und Altersklassenverteilung der Reinanken Millstätter See, Oktober 2012
Neueste Informationen vom Fischereiverwalter Herbert Ambrosch, 06.12.2012
Auf Hecht, Waller und Co. Ein Film mit Martin Zimmermann
Zooplanktonuntersuchung zur Bestimmung des optimalen Renkenlarvenbesatztermines am Millstätter See (März/April 2012)
Zwischenbericht des Fischereiverwalters zur Entwicklung der Renken
Kurzvideo Multimaschennetzbefischung 2013
Endbericht von Martin Müller zur Entwicklung der Renken 2013
Zwischenbericht der Langzeitstudie des Bundesamtes für Wasserwirtschaft über den Millstätter See 2012
Präsentation von Dr. Hubert Gassner der Langzeitstudie 2013
Präsentation "Nachhaltiges Bewirtschaftungskonzept zur Förderung der Seeforelle im Millstätter See"




Herbert Ambrosch am Wort: "Aktuelle Situation der Reinanken im Millstätter See nach den Untersuchungen von 2014, weitere Vorgangsweise und Fischbesatz ab 2015“
Der Fischereiverband hat wie 2013 auch im Jahr 2014 keinen Laichfischfang auf Renken und Saiblinge durchgeführt. Die Gründe für diese Maßnahmen sind bekannt: Renken-Überpopulation und sehr schwaches Saiblingsaufkommen.
Um die weiterhin schlechte Nahrungssituation der Renken-Population des Millstätter Sees zu verbessern, müssen wir die Renken weiter dezimieren. Das Brittelmaß der Renken für 2015 wird mit 28 cm festgelegt (siehe Bericht von Martin Müller). Die Befischung der Renken ist vom 1. März bis 31. Oktober 2015 möglich.

Die Angelsaison dauert vom 1. März bis 15. Dezember 2015.
Der Fang von Fischen wird 2015 wie folgt begrenzt:
Renken: Ausfanglimit aufgehoben
Hecht, Waller und Karpfen: 2 Stück pro Tag
Saibling und Schleie: 2 Stück pro Tag
Alle Forellen ganzjährig geschont!

Das Projekt Seeforelle mit Besatzmaterial-Eier im Augenpunkt der ÖBF, welche im Schotterbett der Zubringer und im Seeausfluss eingebracht werden sollten, wurde auf 2015/2016 verschoben.

2015 - vorerst bis Pachtende 31. Dezember 2016 - wird der Besatz von Seeforellen, Karpfen, Barsch (Laich aus dem Weißensee) und ab 2015 auch Aalrutten durchgeführt. Bei Neuverpachtung ist angedacht, diese Maßnahmen auf insgesamt 10 Jahre zu erweitern. Sollten sich bezüglich Laichfischfang auf Renken Änderungen ergeben, werden wir selbstverständlich darauf reagieren.





2016 werden nach einstimmigem Beschluss der Interessensgemeinschaft der Millstätter See Seelehensbesitzer die Besatzmaßnahmen wie folgt durchgeführt:

Im März und April werden 0+ Seeforellen (Größe ca. 12 cm bis 15 cm) in den Seezufluss bzw. Seeabfluss und Seeforellen-Larven, welche bis zum eigenständigen Fressverhalten vorgestreckt werden, in die Zubringerbäche besetzt. Das Material bekommen wir wieder aus der Fischzucht von Mario Panzl aus Prielau/Zell am See.
Im März besetzen wir wie im Vorjahr - nur die doppelte Menge - an Aalrutten (donaustämmig) aus der Fischzucht von Peter Aschenbrenner in Bayern.
Im Mai wollen wir wieder Barschlaich vom Weißensee holen.
Nach dem 20. Oktober kommen wieder die Karpfen von der Fischzucht Markus Payr aus Tigring.
Saiblinge und Zander werden nach einstimmigem Beschluss nicht mehr besetzt.
Zukünftig werden wir auch versuchen die Lauben zu besetzen. Dafür müssen aber noch Voraussetzungen geschaffen werden. Angedacht ist es, mit Hilfe der ÖBF Wellenbrecher in der Schattseite einzubauen.

Weitergeführt werden die Untersuchungen des BAW (Echolotuntersuchungen der Fischbiomasse) und des Mag. Martin Müller (Renkenmonitoring). Neu eingerichtet wird eine Arbeitsgruppe gemeinsam mit den ÖBF zum Projekt Seeforelle. In diese AG werden Mag. Martin Müller, DI Markus Payr, Günter Palle und ich dazu kommen.

FISCHBESATZ  2016
Derzeit kein Laichfischfang am Millstätter See!
31. März - Aalrutten-Besatz: Peter Aschenbrenner, Abholung in Salzburg
11. April - Seeforellen-Besatz: Fischzucht Panzl Mario, Zell am See
17. Oktober - Karpfen-Besatz: Fischzucht Markus Payr, Moosburg

Projekt Seeforelle der nächsten Jahre:
Die genetische Untersuchung durch Dr. Steven Weiss, welcher unsere 20 Proben aus der Fischzucht Markus Payr analysierte, ergab folgendes Resultat: überwiegend donaustämmige Population und ein Teil an atlantischer Wildpopulation aus einer bayerischen Zuchtanstalt.
Ab 2017 werden wir Seeforellen aus der Fischzucht Markus Payr, Sirnitz beziehen. Zurzeit werden die Seeforellen abgestreift. Fischzucht Martin Müller und Fischzucht Günther Palle werden aus diesen Fischen für die nächsten Jahre aus ihren eigenen Mutterfische gemeinsam züchten, um einen noch höheren Anteil an donaustämmigen Fischen zu erhalten. Mitte Februar werden die Eier im Augenpunkt von Markus, Martin und Günter in den Schotterboden unserer Zuflüsse eingebracht. Nach einer Elektro-Probebefischung und Bestandsaufnahme im Spätsommer können wir dann vielleicht mehr berichten.

Wir sind guter Dinge und werden immer wieder Zwischenuntersuchungen durchführen. Unser Motto lautet: Der „Weg ist das Ziel“.





FISCHBESATZ 2017
Kein Laichfischfang am Millstätter See!
Seeforellen-Besatz: Fischzucht Markus Payr, Moosburg
Aalrutten-Besatz: Peter Aschenbrenner, Passau/Lindberg, Bayern
Karpfen-Besatz: Fischzucht Markus Payr, Moosburg

Diese Besatzmaßnahmen werden auch 2018 durchgeführt. Siehe Blog www.renke.at
Sollte sich bezüglich der Besatzmaßnahmen im Allgemeinen sowie beim Laichfischfang auf Renken Änderungen ergeben, werden wir selbstverständlich darauf reagieren.

Und HIER die ersten Ergebnisse des Laichfischfangs von 2017, kommentiert von Martin Müller.