| Revier | |
Der Fischereiverwalter des Fischereiverbandes Millstätter See Herbert Ambrosch am Wort: "Aktuelle Situation der Reinanken im Millstätter See nach den Untersuchungen von 2012" Derzeit erscheint es zielführend zu sein die Renken-Population des Millstätter Sees unter kontrollierten Bedingungen zu dezimieren, um die schlechte Nahrungssituation zu verbessern. Es kann nicht das Ziel eines Gewässerbewirtschafters sein, eine Renken-Population zu fördern, bei der Fische ab einem Alter von 3+ so gut wie keinen Zuwachs mehr erreichen. Für 2013 ist es vorgesehen, das Brittelmaß der Renken auf 30 cm zu senken, den Tagesausfang auf 5 Stück sowie den Jahresausfang mit 100 Stück zu limitieren. Nach Rücksprache mit Martin Müller wäre es in nächster Zukunft auch
sinnvoll ein Zwischenmaß einzuführen, um eine zu starke Selektion der
Vorwüchser bei der Entnahme zu vermeiden. Dies ist bei der
Angelfischerei leicht steuer- und auch kontrollierbar. Bei der
Netzfischerei ist eine gezielte Entnahme von bestimmten Fischgrößen weit
schwieriger bzw. sind die Verordnungen zu starr angelegt. Weiters hat Martin Müller empfohlen, in regelmäßigen Abständen einige
Reinanken aus den Netzfängen zu messen und zu wägen. Dadurch ist es
relativ leicht möglich, die Entwicklung der Renken-Population in Folge
der Änderungen der Bewirtschaftungsstrategie mit zu verfolgen. Um
längerfristige Strategien ausarbeiten zu können muss auch geklärt
werden, wie die ideale Renken-Population des Millstätter Sees aufgebaut
sein sollte: Es stellt sich auch die Frage, welchen Stellenwert andere Fischarten haben. Diskutiert wird auch über eventuellen Besatz von Barsche, Zander, Karpfen, Lauben und Aalrutten. In der letzten Sitzung des Fischereirevierverbandes Spittal wurde über ein Projekt der Wiedereinbürgerung der Aalrutte in den Millstätter See gesprochen. Weitere konstruktive Gespräche zwischen den Vertretern der Netzfischer und den Vertretern der Angelfischer wären auf alle Fälle wünschenswert. Herzlichen Dank an den Fischereirevierverband Spittal/Drau für die
Finanzierung dieser Untersuchungen und an alle, die sich für die Fische
des Millstätter Sees engagieren. Nach dem Motto „Allen kann man nicht
gerecht werden, aber vieles wollen wir verbessern“ wünsche ich euch ein
Petri Heil 2013. |
|
| Revierkarte Fischereiverband Millstätter See | |
![]() |
|
|
Fischereilehen Millstätter See Detailkarte HIER |
|


